Bericht: Die AG West beim Zaunbau Seminar
am 6. September 2026
Am Sonntag, 6. September 2026 traf sich die AG West im ehemaligen Wolfsgebiet Schermbeck.
Da wolfsabweisender Weideschutz die wesentliche Voraussetzung für eine Koexistenz zwischen Wolf, Weidetier und Mensch ist, haben wir uns zu einer Fortbildung im Zaunbau mit Schäfer Moritz Specht verabredet.
Zuerst gingen wir eine lange Strecke der Zäune ab, und er erklärte uns die Besonderheiten der Zäune und auch wo Schwachstellen auftreten können. Bei Toren ist das oft der Fall, doch auch da gibt es immer Lösungen.
Je nach Gelände ist das sehr individuell, und mit unterschiedlichen Schwierigkeiten verbunden.
Wichtig ist auch der Freischnitt unter den Litzen. M. Specht erzählte uns, dass er dafür ca. alle 10 Tage ca. 8 Arbeitsstunden aufwenden muss. Diese Pflegearbeiten werden nicht mit Fördergeldern bezuschusst.
Auch die Auflagen für Schäfer die Fördergelder für Zäune bekommen, sind sehr klar definiert und müssen eingehalten werden, da sonst die komplette Förderung zurück gezahlt werden muss.
Festzäune können max. alle 5 Jahre neu gefördert werden, bei Mobilzäunen beträgt die Zeit zwischen den Förderungen 3 Jahre.
Fördermittel zu beantragen ist immer mit Bürokratie verbunden und da haben manche Schäfer auch ihre Probleme mit.
Bei einem Zaun muss das Weidezaungerät mit drei Erdungsstäben ausgestattet werden.
Hier sahen wir ein sehr modernes Gerät mit Solarunterstützung, welches auch komfortabel über das Handy oder Tablett gesteuert werden konnte.
Bei einem Zaun muss das Weidezaungerät mit drei Erdungsstäben ausgestattet werden.
Hier sahen wir ein sehr modernes Gerät mit Solarunterstützung, welches auch komfortabel über das Handy oder Tablett gesteuert werden konnte.
Jetzt noch mal zu uns. Wir bauten einen mobilen Zaun in einer leichten Hanglage auf und konnten sehen, was es zu beachten gab, damit der Zaun trotz Unebenheit des Geländes, sicher steht und noch Schutzwirkung hat. An einigen Stellen setzten wir Zwischenstäbe. Zur Stabilisierung setzten wir an den Ecken auch noch Pfähle, die den Zaun auf Spannung hielten.
Der anschliessende Abbau dieses Zauns stellte auch noch einmal eine Herausforderung für uns ungeübte Zaunbauer dar. Beim Aufbau ging man mit der Zaunrolle rückwärts und beim Abbau war es umgekehrt. Das Aufwickeln des Netzes führte aber auch manchmal zu Chaos. Da sollte man schon genau zugehört haben, wie man das Netz einschlägt. Letztendlich haben wir im Team alles meistern können und sehr viel über Weideschutz gelernt.
Als Überraschung gab es für uns noch einen Tisch mit Kaffee, mitten auf der schönen grünen Wiese.
Die AG West des Freundeskreis freilebender Wölfe e.V. bedankt sich noch einmal herzlich bei Moritz Specht, dass er mit uns dieses Zaunbau Seminar durchgeführt hat.
Bericht: Martina Koch
